Die moderne Pferdefütterung kann selbst unter optimalen Bedingungen (ganztägiger Weidegang) die natürlichen Verhältnisse nicht garantieren. Die modernen Futtergräser sind sehr weich, Kraftfutter muss ausbalanciert werden, das Futter muss nicht mehr abgebissen werden. Dadurch bilden sich an den Backenzähnen scharfe Kanten, Rampen und Haken. Die Schneidezähne vorn werden immer länger weil sie kaum abgenutzt werden.

Die Folge ist eine Überbelastung der Kiefergelenke. Durch die Überlastung der Kiefergelenke können Blockaden im Genick, in der Halswirbelsäule und in den Kreuzdarmbeingelenken entstehen. Hier kommt die zusätzliche chiropraktische Behandlung dem sehr zu Gute.

Hinweise auf das Vorliegen einer Zahnerkrankung können sein:

  • Sich-wehren gegen das Auftrensen, Kopfschlagen oder Steigen beim Annehmen des Zügels

  • fehlerhafte Kopf-Hals-Haltung (Pferd ständig vor oder hinter dem Zügel, läßt sich schlecht seitwärtsstellen, Verwerfen im Genick), aber auch oft als "Rückenproblem" fehlinterpretierte Haltung

  • schlechte Futteraufnahme

Behandlungsablauf


  1. Allgemeine Untersuchung
  2. Spezielle Voruntersuchung am unsedierten Pferd
  3. Sedation mit einem gut verträglichen Medikament
  4. Nach Einlegen des Maulgatters wird der Kopf mit dem Haltering in die richtige Position gebracht
  5. Untersuchung der Maulhöhle und der Schleimhäute auf Verletzungen
  6. Die Backenzähne werden von Haken und Kanten befreit und die Kauflächen auf eine Ebene angeglichen
  7. Das Maulgatter wird entfernt, die Schneidezähne werden untersucht und, wenn nötig, gekürzt und angeglichen

Leistungsüberblick:

  • Ausbalancieren der Schneide- und Backenzähne maschinell und manuell inklusive Korrektur von Haken, Kanten, Rampen

  • Korrektur von Treppen-, Wellen-, Stufen- und Scherengebissen

  • Trensen-Gebisslage optimal einschleifen und berunden

  • Kiefergelenksfunktion optimieren durch die Wiederherstellung der natürlichen Balance und chiropraktischen Techniken

Wichtig:

  • Ihr Pferd sollte gegen Tetanus geimpft sein

  • Bis das Pferd wieder ganz wach ist, sollte es nicht fressen und trinken (circa 2-3 Stunden)